17. August 2016

Avranches - Huisnes sur Mer -Le Mont Saint Michel

Uff heute wird es mit Sicherheit heiss denn am frühen Morgen können Cindy und Martin schon mit kurzen Hosen herumweibeln.

Und übrigens.... Hab gestern zu früh geprallt.. Heute knacke und klopfe ich so richtig vor mich hin als wäre ich schon Uralt und müsste zuerst morgens meine Knochen und Gelenke einsortieren.

Als erstes fahren wir die Stadt Avranches an. Die Strecke dorthin war wieder richtig schön...

Mal durch Dörfchen welche aussahen als wäre die Zeit im Mittelalter stehen geblieben, dann durch nichts als grün links und rechts von uns.

An der Stadtmauer von Avranches fanden wir einen Gratisparkplatz.

So mussten wir nicht in die Stadt rein - da hier in Frankreich extrem viele Parkplätze auf eine Höhe von

2 Meter begrenzt sind - gehen wir so auf Nummer sicher. Was halt einfach bedeutet dass Cindy und Martin wieder einen Stadtrundgang ohne mich machen und laufen müssen. Tut ihnen aber gut :-)

Avranches ist ein schönes Städtchen mit vielen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem das Skriptorial - Museum de Mont Saint Michel Manuskripte, eine Burg, einen botanischen Garten und auch noch drei Kirchen.

Cindy und Martin gingen die Kirche Notre Dame des Champs anschauen da dies die grösste von den Dreien ist.

Übrigens noch ein Tipp für alle:

in den meistens Ortschaften gibt es ein Touristenbüro. Dort kann man kostenlos Stadtpläne holen und bei den meisten mit den Sehenswürdigkeiten auf Deutsch erklärt. Einfach lesen muss man selber :-)

Weiter geht die Reise nach Huisnes sur Mer. Ein unscheinbares Dorf kurz vor Le Mont Saint Michel.

Dort befindet sich das Mausuleum - Der deutsche Soldatenfriedhof auch Mont d'Huisnes genannt.

Hier ruhen 11 956 Tote des zweiten Weltkrieges. Der Gruftbau ist ein Gebäude mit zweit Etagen und einem Durchmesser von 47 Metern. Auf jede Etage befinden sich 34 Krypten mit je 180 Gräbern darin.

Gleich wenn man reingeht ist der Anblick überwältigend!

Auf unserer GPS Karten haben wir gesehen dass es beim Mont St. Michel einen Campingplatz hat.

Daher haben wir diesen gleich am frühen Nachmittag angesteuert. Diverse Personen haben uns schon daheim aufmerksam gemacht an den Randzeiten dorthin zu gehen. Es hat dann nicht mehr so viele Touristen.

Als wir da ankamen standen wir vor einer geschlossenen Barriere.

Die öffnet sich aber nur mit einem Code. Da wir keinen hatten fuhren wir mal Richtung grosser Parkplatz wo alle Touristen parkieren um dann auf einen Shuttelbus zur Insel umstiegen. Die erste Person mit gelber Leuchtweste welche das Verkehrschaos regelte fragten wir nach dem Weg zum Campingplatz. " Geht zur Barriere und drückt dort den Anruf Button. Da bekommt ihr den Code. Also nochmals kehren und wieder an die Barriere.

Gesagt, getan - Die Antwort von der überfreundlichen Dame am anderen Ende: " für das bin ich nicht zuständig" und hängte den Hörer auf.

aha und nun? Wieder zu dem Typen mit Leuchtweste. Er schickte uns dann zum P3- Parkplatz für Hotelgäste. Wieder eine Barriere - wieder nur mit Code - wieder der Anrufbutton gedrückt - wieder die Antwort " interessiert mich nicht, sie sind da falsch"

Uuufff und dann hat es Cindy den Nuggi rausgehauen! Stinkesauer lief sie mit dem Geldbeutel los um den Campingplatz zu Fuss zu suchen und lies uns Männer einfach stehen. Eine gefühlte Ewigkeit später - nuddelfertig und schweissnass - kam sie mit einem Code zurück.

Juppiiieee! Am Rande bemerkt: Wir haben es heute doch auf ca. 28 Grad geschafft. Also wieder zurück an die erste Barriere - Code eingeben und drin! Kam mir vor wie ein Karussell - immer im Kreis. Doch weit kamen wir nicht. Die Gendarmerie hielt uns an und diesmal gab es eine Taschenkontrolle für mich.

Als ich alles offen hatte ist es ihm gleich zuviel geworden alles zu durchsuchen. Also lies er uns Laufen.

Gegen Abend sind Cindy und Martin dann mit dem Bus auf die Insel rüber. Der Shuttlebus fährt ja bis Mitternacht. Einen Teil haben sie heute angeschaut. Die grosse Abtei besichtigen sie dann morgen früh um 08:30 wenn alles öffnet. So kann man dem grossen Touri-Rummel ein bisschen aus dem Weg gehen.

Au revoir et bonne nuit!Roschti