13. August 2016

Colleville sur Mer - Point du Hoc - Saint Mère Église - Ravenoville Plage

Heute geht es nach Colleville sur Mer. Dort befindet sich unter anderem das Overlord Museum.

Vor dem Museum stehen einige Panzer - da sah ich daneben recht klein und mikrig aus. Cindy und Martin gingen dann in die Halle. Sie haben mir dann erzählt dass dieses Museum eines der schönsten war welches sie gesehen haben. Das Museum stellte einige der Originalfotos mit echten Panzern, sonstigen Fahrzeugen und Puppen nach. Da konnte man sich es richtig gut vorstellen wie es dazumal war. Der Eintritt von 7.50€ pro Person hat sich definitiv gelohnt.

Am gleichen Kreisel einfach geradeaus fuhren wir dann den Schildern Richtung amerikanischer Friedhof nach. Nur wenige Fahrminuten und man ist offiziell auf amerikanischen Boden. Ja ihr habt richtig gelesen!

ICH WAR IN AMERIKA!!! Das hab ich noch nie erlebt. :-)

Cindy und Martin liesen mich mal wieder auf dem Parkplatz stehen. Glaub würde auch unter Grabschändung gehen wenn ich mit rein wäre.

Vor dem Eingang war eine Sicherheitskontrolle mit amerikanischem Sicherheitspersonal.

Inkl. Taschenkontrolle und Metalldetekor. Ohne Piepsen konnten Cindy und Martin weiter.

Dieser Friedhof ist einfach gigantisch. 9'000 gleiche Grabsteine direkt an der Küste. Wenn man bedenkt dass diese Menschen innerhalb weniger Tage in der gleichen Schlacht umkamen.....

Hinter dem Denkmal hat es noch einen Garten mit über 1'000 Namen an einer Tafel. Dies sind alle die, die noch vermisst werden. Bei einigen hat es hinter dem Namen goldene Rosetten dies bedeutet dass von diesen Personen im Laufe der Jahre noch Überreste gefunden wurden.

Mit sehr gedrückter Stimmung fuhren wir weiter. Eigentlich haben wir auf der Karte noch einige Museen eingezeichnet. Doch ehrlich gesagt haben wir es langsam gesehen.

Daher haben wir entschieden nur noch die grossen, bedeutsamen Anlagen zu besichtigen.

Eine darunter der Point of Hoc.

Ca. Gegen 14:00 waren wir dort.

Dies ist ein grosses Gelände direkt an den Klippen mit vielen Bunkern. Man hat alles so gelassen wie es dazumal vorgefunden wurde. Daher ist das ganze weitläufige Gelände voll mit Kratern. Wenn man bedenkt, dass die Soldaten die hohen Klippen raufklettern mussten und dann von den Deutschen als Abwehr mit Steinen beworfen wurden - eine Glanzleistung!

Weiter geht die Reise nach Saint Mère Église. Dort steht die berühmte Kirche an welcher noch ein Soldat mit Fallschirm am Kirchenturm hängt. Natürlich kein echter!

Dieser Soldat hat es leider - oder zu seinem Glück- nicht bis an den Boden geschafft. Er hing mit dem Schirm am Turm fest. Stellte sich dann tot um nicht aufzufallen. Doch leider gab irgendwann der Schirm nach und er wurde gefangen genommen. Mit ganz viel Glück hatte er aber aus der Gefangenschaft fliehen können und kämpfte dann mit seinen Kameraden weiter.

Die Reise nach Saint Mère Église lohnt sich auch wegen dem Airbone Museum garantiert. Die ist gleich Visavis von der Kirche.

In diversen Hallen werden die Geschichten der Fallschrimspringer gezeigt. Unter anderem geht man in einen Raum und plötzlich steht man mitten in einem Flugzeug. Über die Boxen dröhnt der Lärm der Maschine und vor sich hat man die Soldaten - der Pilot schreit - auf der anderen Seite des Fliegers geht man über eine Glasbrücke ins Dunkle nichts. Die Bomben schlagen mit tosendem Geräusch auf dem Boden auf. Unter uns wird es taghell. Man erkennt aber das man nun über der Ortschaft Saint Mère Église steht. Dies war richtig faszinierend und spannend.

Das Museum mit einem Eintritt von 8.00€ pro Person hat sogar das von heute morgen noch übertroffen.

Nun sind wir aber total auf der Schnauze. Die ganze Woche von Bunker zu Museum und zurück schlaucht. Cindy hat an Ihren Büro-Tussi Füssen auch schon Blasen.

Wir fuhren den nächsten grossen Camping an in Ravenoville Plage an. Huch das ist ja ein 5***** Camping! Egal.

Als wir eincheckten die Verwunderung! Der Campingplatz von letzter Nacht hatte ein Stern weniger und wir haben 32€ gezahlt für eine Nacht. Jetzt sind es noch 15€ pro Nacht - da geht doch was nicht mit rechten Dingen zu!!!!

Wir haben es uns gemütlich gemacht und machen morgen mal einen Pausentag - Faulenzen was das Zeug hält.

Daher wurde auch das grosse Heckzelt aufgestellt - jetzt kann ich Cindy und Martin so zu sagen ins Gesicht pupsen :-)

Tschüüüsli

Roschti